Fackelwanderung nach Gwabl

Am 4. Adventsonntag sind sehr viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Einladung zur gemeinsamen Wanderung nach Gwabl nachgekommen und sind im Lichtschein der Fackeln zum Gwabler Kirchl aufgebrochen.

Die Dunkelheit löst in uns Angst und Unsicherheit aus, eine Fackel vertreibt auf einmal alles Dunkel und im Licht der Fackeln konnten wir unseren Weg gut finden.

Wir wollen dieses Licht aber nicht nur mit uns tragen, damit wir den Weg finden, sondern wir wollen dieses Licht auch in uns tragen. Wenn wir dieses Licht in uns tragen, wird es in uns heller und unser Herz wird größer und wir können die Not und die Armut von anderen nicht übersehen. Wenn wir dieses Licht in uns tragen, wird uns die Weihnachtsbotschaft erreichen und wir können unsere Herzen öffnen, wenn jemand an die Tür klopft und um Herberge bittet.

Die Kinder haben in der Kirche ein Herberg Spiel vorgetragen, da die Herbergsuche vor allem zu Weihnachten eine große Rolle spielt.

Waren es doch Josef und Maria, die auf ihrer Reise und vor der Geburt Jesu nach einer Unterkunft suchten und letzten Endes im Stall, zwischen Ochs und Esel, ihr Kind zur Welt bringen mussten.

Auch in unserer heutigen Zeit sind viele Menschen auf der Flucht, suchen Unterkunft und sie werden genauso abgewiesen, ausgesperrt und haben kein Dach über dem Kopf. Wie groß ist die Bereitschaft in unserem reichen Land Österreich, die Türen für Fremde, Ausländer, Obdachlose oder kranke Menschen zu öffnen.

Weihnachten lehrt uns den Blick nach unten zu richten, besonders auch zu den Armen und Schwachen, denn gerade dort ist Gott zu finden.

Text: Hildegard Lanser
Fotos: Thomas Gander