Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Ainet

Am Samstag, dem 19. Juli 2025, wurde das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) der Freiwilligen Feuerwehr Ainet feierlich in Dienst gestellt. Zahlreiche Ehrengäste, Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen an der feierlichen Einweihung teil. Als Fahrzeugpatin konnte erneut Frau Veronika Außerlechner gewonnen werden – ein besonderer Moment, da sie bereits das Vorgängerfahrzeug, den Steyr TLFA 3000, als Patin begleitet hatte.

Nach beeindruckenden 31 Dienstjahren wird der altgediente Tankwagen künftig auf der Insel Vir in Kroatien bei der Feuerwehr Bandira Vir weiterverwendet – ein schönes zweites Kapitel für das treue Einsatzfahrzeug.

Die Entscheidung zur Neuanschaffung wurde bereits im Spätherbst 2022 angestoßen, als bei einem Besuch von Bezirksfeuerwehrkommandant (BFK) und Bezirksfeuerwehrinspektor (BFI) erste Gespräche geführt wurden. Nach interner Beratung im Feuerwehrausschuss und einem konstruktiven Austausch mit Bürgermeisterin Berta Staller sowie dem Bezirkskommando wurde das Projekt im Februar 2023 weiterverfolgt. Nach positiver Rückmeldung von LFI Rene Staudacher und BFI Franz Brunner, der Förderzusage durch Landesrätin Astrid Mair und einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, konnte der Kauf über die Bundesbeschaffungsgesellschaft bei der Firma Rosenbauer am 13. Juni 2023 fixiert werden.

Die Gesamtkosten des neuen Fahrzeugs belaufen sich auf 530.000 Euro. Finanziert wurde das Projekt durch eine Förderung des Landes Tirol in Höhe von 306.000 Euro, einen Beitrag der Gemeinde Ainet von 174.000 Euro sowie 50.000 Euro aus der Kameradschaftskasse der Feuerwehr Ainet.

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein modernes Allrad-Tanklöschfahrzeug der Marke MAN TGM mit 320 PS auf einem 18-Tonnen-Fahrgestell. Der Aufbau stammt von Rosenbauer (Modell AT), das Fahrzeug verfügt über ein MAN Powermatic-Wandlergetriebe. Die Besatzung ist für 1:8 ausgelegt, der Tank fasst 3.000 Liter Wasser und 100 Liter Schaummittel. Verbaut ist eine Einbaupumpe NH 35.

Zur umfangreichen Ausstattung zählen u.a. ein Hochdruck-Schnellangriffshaspel, moderne LED-Umfeldbeleuchtung, ein Flexilight-Lichtmast, Verkehrsleiteinrichtung, drei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum, Wärmebildkamera, Nasssauger, Hebekissen, zwei Druckbelüfter, zwei Tauchpumpen, Motorsäge, Akku-Säbelsäge, Akku-Winkelschleifer sowie ein Hygieneboard. Auf dem Dach befinden sich zwei Dachboxen, eine Schiebeleiter und ein Wasserwerfer. Ein 14-kVA-Stromerzeuger ist fest verbaut und wurde vollständig vom Landesfeuerwehrverband zur Verfügung gestellt.

Kommandant Herbert Putzhuber nutzte die feierliche Gelegenheit, um sich bei allen Beteiligten und Unterstützern zu bedanken: dem Landes- und Bezirksfeuerwehrverband, der Gemeinde Ainet mit Bürgermeisterin Berta Staller, dem gesamten Gemeinderat sowie bei allen Firmen, den Agrargemeinschaften, der Tiroler Versicherung und ganz besonders bei der Bevölkerung von Ainet für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Auch Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl sowie Landtagsabgeordneter Martin Mayerl würdigten in ihren Ansprachen die Bedeutung moderner Ausrüstung – gerade im Hinblick auf das Großbrandereignis vor wenigen Wochen bei der Firma Rossbacher. Beide betonten die Wichtigkeit, unseren freiwilligen Einsatzkräften das bestmögliche Gerät zur Verfügung zu stellen, um im Ernstfall Leben und Sachwerte effektiv schützen zu können.

Nach der feierlichen Fahrzeugsegnung durch Pfarrer Mag. Wieslaw Wesolowski zog der Festzug zum Sportplatz, wo die Feierlichkeiten fortgesetzt wurden. Der Wettergott zeigte sich zur Messe noch gnädig, doch bald darauf setzte starker Regen ein. Als wäre es nicht genug der Aufregung, sorgte ein echter Sirenenalarm während des Festes für Aufsehen – glücklicherweise wurde kein Brandherd festgestellt. Dennoch wurde das neue Tanklöschfahrzeug somit nicht nur symbolisch, sondern auch gleich praktisch in Dienst gestellt.

Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden jederzeit eine gute Heimkehr von ihren Einsätzen. 
Ein besonderer Dank gilt für das gelebte Motto unserer Feuerwehr: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr.“

In diesem Sinne: Gut Heil!

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